Kanzlei · Karriere
Arbeiten an Fällen, die an einer Grenze nicht aufhören.
Unsere Mandate verteilen sich fast immer über mehrere Rechtsordnungen: ein Vertrag nach deutschem Recht, eine Zahlung über ein Konto im Ausland, eine Gegenseite, deren Vermögen in einem dritten Staat liegt. Wer bei uns arbeitet, verbringt weniger Zeit mit der Frage, was das materielle Recht sagt, und mehr mit der Frage, wo sich ein Anspruch am Ende tatsächlich durchsetzen lässt.
Diese Seite führt derzeit keine ausgeschriebenen Stellen. Unaufgeforderte Bewerbungen prüfen wir laufend.
Die Arbeit
Was den Alltag hier ausmacht
Ein erheblicher Teil unserer Mandate beginnt mit einem Schaden, der bereits eingetreten ist – häufig durch Täuschung, häufig über eine Plattform oder einen Zahlungsdienstleister, und fast immer mit Beteiligten in mehreren Staaten. Die erste Arbeit ist deshalb selten juristische Argumentation, sondern Rekonstruktion: welche Zahlungen sind wann und über welche Wege gelaufen, welche Unterlagen existieren noch, und welche Auskünfte lassen sich von wem in welcher Frist erlangen.
Daraus folgt eine Arbeitsweise, die sich von der klassischen Dezernatsarbeit unterscheidet. Ein Mandat wird nicht an ein Rechtsgebiet übergeben, sondern von einer verantwortlichen Person geführt, die den Überblick über alle betroffenen Rechtsordnungen behält und die Abstimmung mit örtlich zugelassenen Berufsträgern übernimmt. Für Mandantinnen und Mandanten soll diese Abstimmung nicht spürbar sein; für die Person, die sie führt, ist sie der Kern der Aufgabe.
Das setzt Bereitschaft zur Zusammenarbeit über Sprachgrenzen hinweg voraus. Unsere Berufsträgerinnen und Berufsträger arbeiten an Standorten in Zürich, London, Deutschland, Forbach und Tallinn, und ein Fall wandert im Laufe seiner Bearbeitung regelmäßig zwischen mehreren dieser Standorte hin und her.
Profile
Wen wir ansprechen
Wir haben derzeit keine ausgeschriebenen Positionen. Bewerbungen aus den folgenden Bereichen sehen wir uns unabhängig davon an, weil sich Bedarf in dieser Arbeit selten planen lässt.
Berufsträgerinnen und Berufsträger
Mit Zulassung in einer der Rechtsordnungen, in denen wir tätig sind, und Interesse an grenzüberschreitenden Sachverhalten. Erfahrung im Wirtschaftsstrafrecht, in der Forderungsdurchsetzung oder in der Aufarbeitung digitaler Vermögensdelikte ist hilfreich, aber keine Voraussetzung.
Referendariat und wissenschaftliche Mitarbeit
Stationen und Mitarbeit an konkreten Mandaten statt an Musterakten. Wer hier eine Station absolviert, arbeitet an laufenden Sachverhalten mit – mit entsprechender Verantwortung für Fristen und Vertraulichkeit.
Kanzleiorganisation und Fristenwesen
In Mandaten über mehrere Rechtsordnungen laufen Fristen parallel und nach unterschiedlichen Regeln. Wer diese Struktur zuverlässig führt, trägt mehr zum Ergebnis bei als jede zusätzliche Argumentation.
Übersetzung und Sprachmittlung
Unsere Korrespondenz läuft auf Deutsch, Englisch, Französisch, Niederländisch und Estnisch. Präzise juristische Sprachmittlung ist in diesen Mandaten kein Zusatz, sondern Teil der Sacharbeit.
Was wir bieten
Was wir zusagen können – und was nicht
Wir nennen an dieser Stelle bewusst keine Gehaltsbänder, Zusatzleistungen oder Karrierestufen. Was sich sinnvoll zusagen lässt, hängt von der Position und der Rechtsordnung ab und gehört in ein Gespräch, nicht auf eine Website.
- Mandate mit Auslandsbezug von Anfang an, nicht erst nach mehreren Jahren
- Eine feste Fallverantwortung statt anonymer Zuarbeit
- Zusammenarbeit mit örtlich zugelassenen Berufsträgern in mehreren Staaten
- Fortbildung in den Bereichen, in denen wir tatsächlich arbeiten
Bewerbung
Wie eine Bewerbung bei uns ankommt
Senden Sie Ihre Unterlagen an die Kanzleiadresse. Eine kurze Darstellung dessen, woran Sie arbeiten möchten, ist uns nützlicher als ein Anschreiben, das den Lebenslauf wiederholt.
Unterlagen
Lebenslauf, Zeugnisse und – soweit vorhanden – Angaben zu Zulassung und Kammerzugehörigkeit. Bei Bewerbungen aus dem Ausland bitte auch die Rechtsordnung, in der Sie zugelassen sind.
Eingangsbestätigung
Sie erhalten eine Bestätigung des Eingangs. Da Bedarf projektbezogen entsteht, kann die inhaltliche Rückmeldung länger dauern als bei einer ausgeschriebenen Stelle.
Gespräch
In der Regel zwei Gespräche: eines zur Sache, eines mit der Person, mit der Sie zusammenarbeiten würden. Über Vergütung und Ausgestaltung sprechen wir im zweiten.
Datenschutz
Bewerbungsunterlagen verarbeiten wir ausschließlich zur Prüfung Ihrer Bewerbung und löschen sie nach Abschluss des Verfahrens, sofern Sie keiner längeren Aufbewahrung zustimmen. Näheres in der Datenschutzerklärung.