Zum Inhalt springen

Rechtsgebiet · Familienrecht

Familienrecht – sachlich vertreten, ohne den Konflikt zu vergrößern.

In familienrechtlichen Auseinandersetzungen entscheidet die Sachlichkeit über das Ergebnis. Wir vertreten Ihre Position deutlich und belastbar – aber wir eskalieren nicht, weil eskalierte Verfahren länger dauern, mehr kosten und für Kinder die schlechteste Variante sind.

Bei Beteiligten oder Vermögen im Ausland entscheidet häufig die internationale Zuständigkeit über das Ergebnis. Diese Prüfung steht vor den ersten Schritten.

  • Erstkontakt

    innerhalb von 24 Stunden

  • Kosten

    keine ohne Ihre ausdrückliche Freigabe

  • Beratung

    Deutsch, Englisch, Französisch

  • Behandlung

    vertraulich und anwaltlich verschwiegen

Überblick

Reihenfolge schlägt Lautstärke

Eine Trennung löst mehrere Verfahren gleichzeitig aus, die rechtlich getrennt sind, wirtschaftlich aber zusammenhängen: Scheidung, Zugewinnausgleich, Versorgungsausgleich, Kindes- und Ehegattenunterhalt, Sorge- und Umgangsrecht, oft auch Hausrat und Ehewohnung. Wer alle Punkte gleichzeitig und maximal fordernd angeht, erzeugt ein Verfahren, das sich über Jahre zieht. Wer sie in eine Reihenfolge bringt und die wirtschaftlich entscheidenden Fragen zuerst klärt, kommt in der Regel schneller und günstiger zu einem tragfähigen Ergebnis.

Wirtschaftlich am schwersten wiegen meist Zugewinn und Unterhalt, und beide hängen von derselben Grundlage ab: belastbaren Zahlen. Ohne Auskunft über Einkünfte, Vermögensstände zum Trennungs- und Stichtag und über Verbindlichkeiten lässt sich weder rechnen noch verhandeln. Der erste Schritt ist deshalb regelmäßig die Durchsetzung von Auskunftsansprüchen – unspektakulär, aber die Grundlage für alles Weitere.

Erstgespräch zu Trennungsfolgen in einem ruhigen Besprechungsraum
Trennungsfolgen lassen sich selten in einem Schritt regeln. Welche Fragen zuerst zu klären sind – Unterhalt, Umgang, Wohnung, Vermögen – hängt vom Einzelfall ab.

Beim Sorge- und Umgangsrecht gilt ein anderer Maßstab. Hier entscheidet das Kindeswohl, nicht die Verhandlungsposition der Eltern, und Gerichte bewerten das Verhalten der Beteiligten mit. Wer Umgang verhindert oder Absprachen nicht einhält, schwächt seine Position. Wir arbeiten deshalb auch dann auf belastbare Absprachen hin, wenn das Verhältnis zerrüttet ist – und führen das Verfahren konsequent, wenn Absprachen nicht eingehalten werden.

Ein eigener Schwerpunkt ist der Auslandsbezug: ein Ehegatte in einem anderen Staat, ein Konto oder eine Immobilie außerhalb Deutschlands, ein Kind, das ins Ausland verbracht werden soll. Zuständigkeit und anwendbares Recht können hier auseinanderfallen, und in Kindschaftssachen zählen Tage. Bei drohender oder erfolgter Kindesentziehung greift das Haager Kindesentführungsübereinkommen mit eigenen, kurzen Verfahren – ein Bereich, in dem Zögern nicht korrigierbar ist.

Typische Mandate

  • Trennung, Scheidung und Scheidungsfolgenvereinbarung
  • Zugewinnausgleich und Versorgungsausgleich
  • Kindes- und Ehegattenunterhalt, Abänderungsverfahren
  • Sorge- und Umgangsrecht, Wechselmodell
  • Eheverträge und vorsorgende Gestaltung
  • Internationale Zuständigkeit und Kindesentziehung

Typische Mandantenfragen

Was Mandanten in Trennungssituationen fragen

Die Antworten geben den Rahmen wieder. Was in Ihrem Fall gilt, hängt von Einkünften, Vermögensverhältnissen und – bei Auslandsbezug – der anwendbaren Rechtsordnung ab.

Risiken

Wo Trennungen unnötig teuer werden

Die folgenden Punkte begegnen uns regelmäßig. Sie entstehen selten aus Rechtsfragen und fast immer aus Zeitdruck, fehlender Dokumentation oder aus Schritten, die in der falschen Reihenfolge erfolgen.

  • Undokumentierter Trennungszeitpunkt

    Der Stichtag ist für Zugewinn und Unterhalt maßgeblich. Bleibt er streitig, verschiebt sich die Berechnungsgrundlage um Monate – mit erheblichen finanziellen Folgen.

    Mögliche Maßnahmen: Trennung nachweisbar dokumentieren und Vermögensstände zum Stichtag frühzeitig erfassen.

  • Vorschnelle Vereinbarung

    Eine im Trennungsstress geschlossene Regelung wird unterschrieben, ohne die wirtschaftlichen Folgen zu kennen. Notariell beurkundete Vereinbarungen sind später nur schwer angreifbar.

    Mögliche Maßnahmen: vor Unterzeichnung Auskunft und Bewertung einholen und die Vereinbarung auf Wirksamkeitsgrenzen prüfen.

  • Verhindertes Umgangsrecht

    Umgang wird blockiert, um Druck aufzubauen. Gerichte bewerten dieses Verhalten regelmäßig zulasten des blockierenden Elternteils.

    Mögliche Maßnahmen: Absprachen schriftlich fixieren, Verstöße dokumentieren und gerichtliche Regelung anstreben.

  • Falsches Forum bei Auslandsbezug

    Das Verfahren wird in Deutschland eingeleitet, obwohl ein anderes Forum wirtschaftlich günstiger gewesen wäre – oder umgekehrt. Eine Korrektur ist nach Anhängigkeit kaum möglich.

    Mögliche Maßnahmen: Zuständigkeit und anwendbares Recht prüfen, bevor ein Antrag anhängig gemacht wird.

  • Verzögerung in Kindschaftssachen

    Bei drohender Kindesentziehung sinken die Rückführungsaussichten mit der Zeit. Nach einem Jahr greifen zusätzliche Einwendungen gegen die Rückführung.

    Mögliche Maßnahmen: unverzüglich einstweiligen Rechtsschutz und ein Rückführungsverfahren nach dem Haager Übereinkommen einleiten.

International

Familienrecht mit Auslandsbezug

Sobald ein Ehegatte, ein Kind oder Vermögen im Ausland betroffen ist, sind Zuständigkeit und anwendbares Recht getrennt zu prüfen – sie fallen häufig auseinander. Ein deutsches Gericht kann zuständig sein und dennoch ausländisches Recht anwenden, etwa beim Unterhalt oder beim ehelichen Güterrecht.

Praktisch wichtiger ist der Zeitfaktor: In Ehesachen kann derjenige das Forum bestimmen, der zuerst anhängig macht. Wir prüfen deshalb vor dem ersten Schritt, welches Forum wirtschaftlich günstiger ist, und stimmen das Vorgehen mit örtlich zugelassenen Berufsträgern in den betroffenen Staaten ab.

Zuständigkeit in Ehesachen
Innerhalb der EU nach der Brüssel-IIb-Verordnung, mit mehreren Anknüpfungspunkten. Wer zuerst anhängig macht, bestimmt regelmäßig das Forum.
Anwendbares Recht
Für die Scheidung nach der Rom-III-Verordnung mit Rechtswahlmöglichkeit, für das Güterrecht und den Unterhalt nach eigenen Kollisionsregeln.
Unterhalt über Grenzen
Titel werden innerhalb der EU nach der Unterhaltsverordnung anerkannt und vollstreckt; außerhalb greifen Abkommen und nationales Recht.
Kindesentziehung
Das Haager Übereinkommen sieht ein beschleunigtes Rückführungsverfahren vor. Die Aussichten hängen unmittelbar davon ab, wie früh gehandelt wird.

Häufige Fragen

Häufige Fragen zur Zusammenarbeit

Diese Antworten gelten unabhängig vom Rechtsgebiet. Was in Ihrem Fall gilt, hängt vom Sachverhalt ab.

Mandat anfragen

Fragen zu Familienrecht? Lassen Sie Ihren Sachverhalt einordnen.

Schildern Sie uns kurz den Sachverhalt und Ihr Ziel. Wir prüfen die Ausgangslage, benennen mögliche Maßnahmen und schätzen Aussichten, Aufwand und Risiken ein – bevor Kosten entstehen.

  • Antwort in der Regel innerhalb von 24 Stunden
  • Keine Kosten ohne Ihre ausdrückliche Freigabe
  • Vertraulich und anwaltlich verschwiegen

Direkt sprechen

+41 41 555 0123

Rund um die Uhr erreichbar – auch per WhatsApp aus dem Ausland.

7/24 WhatsApp Hilfe – Wir sind immer für Sie da